Don Diablo schießt gegen Ultra

Der Hexagon-Label Boss Don Diablo sagt alle Auftritte auf Ultra-Festivals ab und beendet die Zusammenarbeit mit Ultra weltweit. Den Grund erklärt er in einem Video, das er auf Facebook gepostet hat.

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Don Diablo wird ab sofort keine Sets mehr auf Ultra-Festivals weltweit spielen. Dies teilte der Holländer in einem Video über Facebook mit. Dabei sind ausdrücklich ebenfalls bereits angekündigte Auftritte mit einbegriffen.

Dieser Entscheidung waren Querelen mit den Veranstaltern voraus gegangen. Die Anreise zum Ultra Singapore scheint dabei der Auslöser zu sein:
Don befand sich in den letzten Tagen auf einer Tour durch Asien. Schon bei der Planung der Tour war wohl klar, dass die Anreise nach der letzten Clubshow in Peking zum Festival in Singapur kompliziert sein würde. Allerdings hätte Team Diablo – so Don – einen Flug gewählt, der ihnen eine rechtzeitige Ankuft ermöglicht hätte. Das Problem: Natürlich sind nicht immer alle Flüge pünktlich. Hier beginnt der Zoff zwischen Ultra und Don Diablo. Am Flughafen in Peking angekommen, boten sich dem Team Diablo zwei Möglichkeiten: Ein direkter Flug, der Don noch erlaubt hätte mindestens ein kurzes Set mit zweistündiger Verspätung zu spielen oder ein indirekter Flug, bei dem die Ankunftszeit vollkommen ungewiss war. Thomas Weeserik, der Tourmanager des 37-jährigen, entschied sich für den direkten Flug.

Dass Ultra diese Entscheidung nicht gefiel, wurde bei der Ankunft in Singapur offensichtlich. Per SMS teilten die Veranstalter Weeserik mit, dass Don Diablo nicht mehr auf dem Festival willkommen sei. Weiterhin werde man ihm keine besondere Bühnenshow mit Pyrotechnik und CO2 zur Verfügung stellen und keine Gage auszahlen. Dem war bereits eine Warnung von Ultra vor den Flügen vorausgegangen, da diese andauernd verspätet sind, so eine Person aus dem Umfeld der Veranstalter.

Die Ereignisse aus Asien haben wohl maßgeblich zu Don Diablos Entscheidung gegen weitere Auftritte für Ultra beigetragen. Der einzige Grund dafür war die Geschichte wohl aber nicht. Zwar wird die Nummer 15 des DJMag Rankings hier nicht wirklich konkret, deutet aber an, dass er auch in der Vergangenheit bereits wenig Verständnis für einige Entscheidungen der Veranstalter hatte. Dazu gehören unter anderem die Verteilung der Playtimes und der finanzielle Aufwand, der mit einer Performance bei Ultra verbunden ist.

Der Zoff dieses Wochenende war also anscheinend für den als Don Pepijn Schipper geborenen DJ nur der Tropfen, der dass Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ebenfalls Interessant: Don scheint wohl mit seiner Kritik gegenüber Ultra innerhalb der DJ-Community nicht allein zu sein. So bezeichnet er sein Statement als “Breaking the Silence” und deutet an, dass auch andere Künstler mit Ultra unzufrieden sind. Allerdings sei der Druck auf die verschiedenen Acts sehr hoch, da Ultra ein besonders bedeutendes Festival ist.

Es bleibt nun also abzuwarten, ob weitere Skandale rund um die Marke Ultra folgen werden. Der Boss des Labels Hexagon ist sicherlich kein kleines Licht in der Musikindustrie, und sollte sein Video nicht nur aus Ärger über die Ereignisse von Sonntag entstanden sein, wäre es gut möglich, dass andere DJs ihm folgen. Eine Kettenreaktion zum Nachteil des Veranstalters aus den USA? Unmöglich ist es definitiv nicht.

Schaut euch das Don Diablo’s Facebook Statement hier an und urteilt selber:

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