Deutsche Black Charts
 

Über Deutsche Black Charts

 
Die DEUTSCHEN BLACK CHARTS - DBC sind die wichtigsten Charts für den Musikbereich ‘Black Music’ in Deutschland und umfassen von Hip Hop und R ‘n’ B über Soul und Reggaeton bis hin zu Underground Rap und Dancehall sämtliche Musikstile dieses Genres.

Für die deutsche Musikbranche und den Handel sind sie seit ihrer Entstehung 1999 zu einem angesehenen und unerlässlichen Gradmesser dieser spezifischen Genre-Musik gewachsen und finden darüber hinaus bei den jugendlichen Konsumenten dieser Musik eine äußerst hohe Anerkennung.

Die DBC werden aufgrund ihrer kontinuierlichen Repräsentativität und fortlaufenden Aktualität als ein wichtiges Trendbarometer für die kommenden Hits geschätzt. Aber auch durch ihre einzigartige Stellung in der Branche als Verkaufs- und Videovorlage-Argument bei Fernsehsendern sind sie international anerkannt und zählen in Deutschland zu den wichtigsten Orientierungs- und Handelsdispositions-Hilfen im Bereich ‘Black Music’.

Die DBC werden wöchentlich durch die Ermittlung der persönlichen TOP 15-Charts von 300 ausgewählten DJs sowie den Verkaufszahlen der 50 relevantesten Trendhändler dieses Genres in Deutschland als TOP 40 Chart erstellt. Die Gesamtheit der Tipps ergibt eine Rangliste, welche durch die Vielfalt der Musik-Stile in Verbindung mit der demografischen Aufteilung des Panels nach Nielsen eine hohe Repräsentativität erzielt. Darüber hinaus wird als zusätzliches Trendbarometer die persönliche ‘High 5’ eines für die Charts tippenden oder aktuell angesagten DJs veröffentlicht.

Ein Titel kann sich maximal 10 Wochen in den Charts platzieren, bis er dann als so genannter ‘Drop Out’ die Charts verlassen muß und sich neue Tracks in den Charts plazieren können. Vor einem möglichen Charteinstieg muß ein Titel eine Woche in den sogenannten ‘Bullets’ (Warteposition) gewesen sein, um in den darauffolgenden Wochen den Charteinstieg zu schaffen.

Die DBC werden wöchentlich Freitags veröffentlicht. Branchenintern können die Charts über einen exklusiven Service abonniert werden, so dass Firmen und Künstler schon eine Woche zuvor die Chart erhalten und die Platzierung ‚ihrer’ Titel inhaltlich und verkaufspolitisch nutzen können. Als Zusatzleistung eines ’Deutsche Black Charts’ - DBC-Abonnements werden die ’Deutschen Reggae Charts’ – DRC mit ausgeliefert.

Die DBC werden deutschlandweit im Radio, in diversen Printmagazinen, im TV und auf vielen Internet-Seiten ausführlich verbreitet.

Die DBC sind eine von sechs TRENDCHARTS, die von der Public Music & Media Ltd. in Hamburg herausgegeben und vermarktet werden. Die Redaktion befindet sich ebenfalls in Hamburg, von wo aus Redakteur Jost Gieseke die gesamte Infrastruktur der Charts betreut.



Detailbeschreibung des Ermittlungssystems der DBC:

Jeder DJ aus dem DBC-Panel hat wöchentlich die Aufgabe, vorhandene Musiktitel (aus Eigenerwerb oder Bemusterung) in seinem Club durch Einsätze zu testen, mit Hilfe seines Publikums und der entsprechenden Resonanz zu beurteilen und so 15 aktuelle und neue Titel auf seinem Tippformular in eine erfolgsrelationale Reihenfolge zu bringen. Dies soll stets unabhängig von Wünschen und vom Drängen seitens der Musikbranche geschehen.

Die Tippformulare tragen zur Orientierung die Wochenangabe, für die der Tipp eingereicht und gewertet werden soll. Zusätzlich ist das Redaktionsschluss-Datum auf dem Formular angegeben.

Jede der 15 Tipp-Positionen pro Tippformular wird in eine Datenbank übertragen. In dieser relationalen Datenbank findet auch die Punkte-Berechnung und -Reihung statt zur Ermittlung der 40 Positionen der DBC. Die dafür erforderlichen Rechenschritte übernimmt die Datenbank. Die vorhandene Datenbank-Software wurde hierfür von Fachleuten optimiert. Alle Arbeitsschritte dieser Eingabe und Bedienung werden vom Redakteur persönlich durchgeführt. Dabei liegt der Eingabe der Tipp-Position folgender Bepunktungsschlüssel für jedes DJ-Tippformular zugrunde:

Position 01 = 20 Punkte (Maximalpunktzahl)
Position 02 = 19 Punkte (95 % der Maximalpunktzahl)
Position 03 = 18 Punkte (90 % der Maximalpunktzahl)
Position 10 = 11 Punkte (55 % der Maximalpunktzahl)
etc.
Position 15 = 6 Punkte (30 % der Maximalpunktzahl)

Diese Punkteverteilung pro Position hat zur Folge, dass nicht nur z.B. wenige Top 3 Tipps einzelner Panelisten eine hohe DBC-Gesamtchart-Platzierung eines Titels hervorrufen können, sondern dies nur durch eine zusätzliche Breitenerwähnung eines Titels im Gesamtpanel möglich ist.

Die Händlertipps unterscheiden sich in der Maßgabe ihrer Zusammensetzung von denen der DJs. Hier soll nicht der Erfolg auf der Tanzfläche der Maßstab sein, sondern das Verkaufsvolumen. In der Regel sind die mittippenden Händler aber auf DJ-Service spezialisiert, so dass es zu einer relativen großen Übereinstimmung von Titeln kommt. In ihrer Wertigkeit sind die Händlertipps den DJ-Tipps gleichgestellt und unterliegen der gleichen Bepunktung.

Der Redakteur sorgt für eine wöchentliche Qualitäts- und Quantitätskontrolle jedes einzelnen Tipps und des entsprechenden DJs oder Händlers. Die Rücklaufquote der wöchentlich neu versandten Tippbögen liegt bei mindestens 85 %. Aufgabe des DBC Redakteurs ist die ständige Aktualisierung des Tipper Panels (momentan ca. 220 DJs / 50 Trendhändler). Dabei wird auf die ausgewogene Präsenz der Nielsen-Gebiete mit Übergewicht urbaner Regionen ebenso geachtet wie auf die Ausgewogenheit von Club- und Großraumdiskotheken-DJs als auch darauf, dass die Zusammenstellung des Panels alle marktrelevanten Strömungen der Black Music zulässt. Beide Größen, DJs und Händler, werden weiter ausgebaut.


Bullets / Chartsqualifikation:

Die Qualifizierung eines Titels für die Charts erfolgt über die Platzierung in den Bullets (Warteposition), wobei sich die zehn Titel in den Bullets platzieren, die die höchste Wochenpunktzahl erreichen und bis dahin noch nicht für die Charts qualifiziert sind. Erst danach ist der Einstieg eines Titels in die Charts möglich. Maximal zwei Verweilwochen in den Bullets sind möglich, fällt ein Titel aus den Bullets heraus, kann er später mit entsprechend ausreichender Wochenpunktzahl dennoch charten, ohne noch einmal auf den Bullets erscheinen zu müssen.


Drop Out:

Ein Drop-Out, also die Bereinigung eines Titels aus den Charts, erfolgt nach maximal 10 Wochen Laufzeit bzw. Präsenz in den DBC Top 40. Danach gibt es keine Möglichkeit eines Wiedereinstiegs mehr.


Unterscheidung Mixes/Remixes:

Bei der Unterscheidung zwischen Mixes und Remixes gilt generell: Kursieren mehrere Vinylversionen bzw. Vinyltonträger eines Titels, von denen jeweils der überwiegende Teil der Mixes auch auf der kommerziellen MCD oder Download-Version enthalten sind, so werden die Tipps dieser verschiedenen Vinylversionen addiert (dieser Sachverhalt wird durch den Zusatz 'Mixes' in eckigen Klammern hinter dem Titel dokumentiert).

Werden Remixes eines Titels getippt, von denen der überwiegende Teil nicht auf dem kommerziellen MCD-Tonträger oder Download-Version enthalten sind, so werden diese Tipps separat gewertet und als Remix-Tonträger in den DBC ausgewiesen (dokumentiert durch den Zusatz 'Remixes' in eckigen Klammern hinter dem Titel).

Grund dafür ist, dass der Remix-Tonträger originärer Bestandteil der DJ-Kultur ist und seine unterschiedlichen musikalischen Inhalte in diesem Fall mit dem Kauf der MCD nicht erworben werden können. Diese Regelung macht umso mehr Sinn, wenn schließlich auch noch die Remix-Versionen eines Titels als separater MCD-Tonträger oder als seperate Download-Version veröffentlicht werden.

In Einzelfällen ist der Redakteur berechtigt, nach eigenem Ermessen von dieser Regelung abzuweichen, wenn Sie sich als kontraproduktiv zu aktuellen Vermarktungsbemühungen eines Labels zu einem Titel erweist. Dabei sucht der Redakteur das Gespräch mit dem betroffenen Label.


Labelangaben:

Prinzipiell gilt, dass als erste Angabe jenes Label genannt werden soll, welches diesen Titel ursprünglich veröffentlicht hat. Dies kann ein inländisches oder ausländisches Label sein. Danach schließt sich die Angabe der Labelmarke an, unter der dieser Titel im deutschen Markt veröffentlicht wird, wenn es eine Inlands-Veröffentlichung gibt, oder bei Veröffentlichungen ausländischer Firmen im deutschen Markt die Angabe des Labels, welches den Titel zum Zeitpunkt des Charteinstiegs aktuell lizensiert hat. Gibt es eine 'operating' oder auch 'Vermarktungs-Company', die den Titel aktiv im deutschen Markt vermarktet, so wird diese auch genannt. Wird ein Titel für die Charts ausschließlich auf Basis eines in Umlauf gebrachten Promotion-Tonträgers getippt und wird eine Veröffentlichung dieser Single über eine deutsche Firma nicht stattfinden, wird sie unter 'Label’ als 'Promo' bezeichnet.

Werden zeitgleich mehrere Songs eines Künstlers von DJs getippt und werden diese auf einem Singletonträger oder einer EP zusammen veröffentlicht, werden die Tipps dieser verschiedenen Songs zusammengefasst und als ein Titel in den Charts geführt. In der Darstellung dieses Titels werden alle relevanten Songs oder der Name der EP unter 'Title' genannt. Werden Songs von DJs getippt, die nur auf Promotion-Tonträgern zusammen mit anderen in Umlauf gebracht wurden, die jedoch auf der Singleveröffentlichung nicht enthalten sind, werden auch diese Tipps dem Haupttitel zugerechnet – es sei denn, sie erhalten so viele Punkte aus den DJ Tipps, dass sie sich als eigenständiger Titel in den Charts platzieren.


Redaktionsschluss / Veröffentlichung:

Redaktionsschluss ist jeweils Dienstag, 12.00 Uhr. Später eingehende Tipps werden für die nächste Woche verwertet. Erreicht innerhalb der nächsten Woche ein weiterer, aktuellerer Tipp des Panelisten die Redaktion, wird der vorherige annulliert. Pro Tipper ist also maximal ein Votum pro Woche möglich.

Brancheninternes Erscheinungsdatum ist derselbe Dienstag, abends, so dass Firmen und Künstler schon ab jetzt die Platzierung ‚ihrer’ Titel inhaltlich und verkaufspolitisch nutzen können. Für die breite Öffentlichkeit gilt als Veröffentlichungsdatum der Freitag der Woche, ab dem die dann jeweils aktuellen DBC über www.trendcharts.de und viele Partnermedien kommuniziert werden.


Kontrolle unlauterer Wettbewerb:

Im Hinblick darauf, dass durch das von DEUTSCHE TREND CHARTS angewandte Verfahren die richtige Platzziffer eines bestimmten Titels im Rahmen einer Chart-Statistik ermittelt werden soll, ist es unlauterer Wettbewerb im Sinne von § 1 und § 4 des UWG, wenn ein Tonträgerhersteller oder sein Lizenznehmer oder sein Lizenzgeber selbst oder von einem Angestellten oder Beauftragten einen an DEUTSCHE TREND CHARTS meldenden DJ oder dessen Mitarbeiter durch Ankündigung oder Gewährung eines geschäftlichen oder privaten Vorteils zur Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Titel bei der Meldung beeinflusst oder zu beeinflussen versucht.

Verstöße dieser Art gegen den ordentlichen Wettbewerb sind mit dem Ausschluss des Titels aus den DBC, der durch unlauteren Wettbewerb bevorzugt wurde oder werden sollte, belegt. Die Entscheidung, wann ein solcher Verstoß vorliegt, liegt allein im freien Ermessen des Redakteurs der DBC.
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