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NITZER EBB - Highest Climber
Als Douglas McCarthy und Bon Harris 1982 eine Band formierten und die ersten Demos aufnahmen, ahnten sie noch nicht, dass sie Musikgeschichte schreiben würden. Ihr Sound war rau und ungeschliffen, eine elektronische Adaption der abklingenden Punkbewegung. Mit minimalen Mitteln, Drums, einem Sequencer und der durchdringenden Stimme Mc-Carthys standen Nitzer Ebb schon bald als Synonym für eine wichtige neue musikalische Strömung: Electronic Body Mu-sic, kurz EBM. Nach wegweisenden Alben wie „That Total Age“, „Belief“ oder „Ebbhead“ gingen die Jungs für rund zehn Jahre komplett getrennte Wege, um dann jedoch mit Reunion-Shows den alten Geist wieder aufleben zu lassen.
Wie brillant und relevant sie heute tatsächlich noch sind, verdeutlicht das neue Studioalbum „Industrial Complex“. Es be-ginnt mit einer mitreißenden Bassline, die an die frühen Gassenhauer der Marke „Murderous“ erinnert. „Promises“ steht ansonsten jedoch mit beiden Beinen fest in der Gegenwart und hält auf Länge, was die ersten Töne versprechen. Mc-Carthys Stimme variiert von offensiv bis fragil, das Arrangement ist detailreich, kantig und energisch – das komplette NE-Universum komprimiert auf knapp vier Minuten. „Once You Say“ ist ein ähnliches Kaliber. Mit seinen Anleihen aus BigBeat und einem markanten, tiefen Basslauf geht es direkt in die Beine. Das schleppende „Never Known“ fusioniert die Essenz der Alben „Showtime“ und „Ebbhead“. Akustische Drums, bluesiges Flair und lasziver Gesang schaukeln sich zu einem wüsten Finale auf. „Going Away“ ist mit düsterer Atmosphäre, zarten Pianosounds und ungeahnter Feinfühligkeit eine reinrassige Ballade. Dass Nitzer Ebb über einen ausgeprägten Sinn für Melodie und Atmosphäre verfügen, schimmerte in der Vergangenheit schon häufiger durch, allerdings nur dezent. Umso besser, dass auch das kurzweilige „I Am Undone“ allen Emotionen freien Lauf lässt und das musikalische Spektrum in seiner ganzen Breite nochmals unterstreicht. Ähnli-ches gilt für „Kiss Kiss Bang Bang“, „Down On Your Knees“ oder „I Don’t Know You“ auf der anderen Seite der Extreme. Hart und stakkatoartig schlagen sie mit ihrem EBM-Drive eine stählerne Brücke zurück in die späten Achtzigerjahre.
Ohne Zweifel ist es Nitzer Ebb mit „Industrial Complex“ gelungen, die Vielgestaltigkeit, die alle ihre Werke bislang aus-zeichnete, zu bewahren und aus dem Querschnitt jeder Ära ein Fundament für den modernen Klang der Gegenwart schaffen. Nur so konnten sie gleichzeitig ihren eigenen Ansprüchen gerecht und ihren Wurzeln hundertprozentig treu blei-ben.
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Die Band besteht zur Zeit aus Rob Swire, Gareth McGrillen, Paul Harding, Peredur Ap Gwynedd und Kevin Sawka.[3] Neben DJ-Sets und Keyboards benutzen Pendulum auch Instrumente einer Rockband, wie Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass.
Bereits Ihre Debüt-Single Vault zeigte das Potenzial von Pendulum: Die Platte war um die Release-Zeit überall sehr begehrt. Die melanchonische Intro-Melodie und der (spätere) harte, deepe Drop ergänzten sich zu einem bis dahin außergewöhnlichen Kontrast. Des weiteren war die Qualität (Mastering, Intensität der Bässe, glasklare Samples und Sound) dieser Platte auf höchstem Niveau und brauchte sich nicht vor den renommiertesten aller DnB-Produktionen resp. Labels zu verstecken. Durch diese Platte wurden auch andere bekannte DnB-Künstler wie Andy C auf Pendulum aufmerksam.
Im Jahr 2005 veröffentlichte die Band, nach einigen Singles in den Jahren zuvor, ihr erstes Album Hold your Colour auf dem Drum-’n’-Bass-Label Breakbeat Kaos. Einige ihrer Titel schafften es in die englischen Top-100-Charts.
Im Jahr 2006 erschien ein Remix ihres Songs Hold Your Colour im Computerspiel FIFA Street 2. Ihr Song Slam ist Titelsong des für die Playstation 3 im Jahr 2007 erschienenen Off-Road-Rennspiels MotorStorm.
Im Mai 2008 veröffentlichte Pendulum ihr zweites Album In Silico und erreichten damit Platz 2 der UK-Album-Charts. Die erste Single-Auskopplung Propane Nightmares im April erreichte Anfang Mai Platz 9 der UK Single Charts. Ein Remix von Propane Nightmares ist in dem für die Playstation Portable erschienen Motorstorm: Arctic Edge zu hören. Die Songs Granite und Showdown werden im von Black Rock Studios entwickelten Videospiel Pure verwendet. Ihre Single Showdown ist im Film Punisher: War Zone sowie auf dessen Soundtrack zu hören. Im Jahr 2008 verwendet Electronic Arts im Spiel Need for Speed XII: Undercover die Songs Granite, The Tempest und 9.000 Miles.
Im Dezember 2009 kündigten Pendulum die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums Immersion für Mai 2010 an.[4] Immersion beinhaltet 15 Songs an denen zum Teil andere Interpreten wie In Flames (im Song Self vs. Self) mitwirkten.
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