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Über Deutsche Trend Charts

In einem schnelllebigen und sich ständig weiterentwickelnden Musikmarkt sind die DEUTSCHEN TRENDCHARTS die wichtigsten nationalen Instrumentarien, musikalische Geschehnisse, Tendenzen und Trends in den deutschen Diskotheken nachzuvollziehen.

Von den ‘Deutschen Dance Charts DDC’ und ‘Deutschen Club Charts DCC’ bis hin zu den ‘Deutschen Urban Charts DUC’ und der ‘Indie Disko Top 40 ID40’ – verbindet diese Trendcharts die Einmaligkeit, dass sie sowohl in den musikalischen Communities als auch in der breiten Öffentlichkeit Glaubwürdigkeit und Vertrauen genießen.

Jede Charts hat ein Panel von bis zu 300 Tippern, Djs und Trend-Händler, die nach demografischen, statistischen und musikalisch-kompetenten Gesichtspunkten ausgewählt werden. Diese geben wöchentlich ihre Top 15 Titel ab, die datenbankgestützt ausgewertet und zu den Charts kumuliert werden. Jedes der vier Chartsysteme wird von einem Charts-Redakteur betreut.

Die TRENDCHARTS decken alle relevanten musikalischen Trendbereiche ab und sorgen für die glaubwürdige und umfassende Dokumentation musikalischen Kulturguts. Herausgeber und Inhaber der Vermarktungsrechte der TRENDCHARTS ist die Public Music & Media Ltd. in Hamburg, in der auch die Redaktion angesiedelt ist.

Die Verbreitung der TRENDCHARTS in den Medien ist massiv und stetig gewachsen. Sie werden im Internet, im Radio, TV und natürlich in diversen Magazinen und Fachzeitschriften veröffentlicht. Darüber hinaus haben sie Einfluss auf eine Vielzahl nationaler und internationaler TV- und Radioprogramme und dienen Plattenfirmen als Orientierungshilfe für A&R- und Marketing-Entscheidungen.

Hintergrund der Deutschen Trendcharts

Ranglisten, generell hierarchische Ordnungen, haben in der Gesellschaft in allen Bereichen einen hohen Stellenwert. Musikcharts, seien es Verkaufscharts, DJ-Charts oder auch Hörercharts eines Radiosenders, geben den Entscheidern der Musikbranche und im Jugendmarketing Handlungsanweisungen an die Hand, welches die musikalischen Trends sind und welche Musik sie einer breiten Öffentlichkeit präsentieren sollten. Konsumenten entdecken über Musikcharts neue Musik. Mitte der Achtziger Jahre gab es vor allem Chartshows von Radiosendern und natürlich die Verkaufscharts. Jedoch gab es keine Charts, die die Aktivitäten und Trends von jugendkulturellen Szenen, Clubs und Musikstilen festhielten.

Um diesem Defizit in der der offiziellen Kommunikation von Musik entgegenzutreten, entwickelte die Public Propaganda Verlagsges.m.b.H. zu Beginn der 90er Jahre ein äußerst repräsentatives und vernetztes System, das schließlich von der Public Music & Media Ltd. übernommen wurde und heute unter der Führungsmarke TRENDCHARTS aktuell vier unterschiedliche Charts veröffentlicht.

Auf internationaler Ebene ist ein Netzwerk aus weltweiten Kontakten zu DJs, zum Tonträgerhandel und Opinion Leadern der Musikbranche aufgebaut worden, welches sich in einem steten Prozess weiterentwickelt. Heute sind die TRENDCHARTS unerlässliche Instrumentarien für die Branche, international angesehen und aus dem Tagesgeschäft nicht mehr weg zu denken. Über die mediale Verbreitung und das zentrale Portal trendcharts.de sind die TRENDCHARTS eine wichtige Beratermarke für Musikkonsumenten – geschmacksbildend und Orientierung bei Nutzung und Kauf von Musik.

Über die einzelnen Charts

Die Deutschen Dance Charts DDC wurden erstmals 1992 erstellt und erscheinen seither wöchentlich ebenso wie die anderen drei TRENDCHARTS. Als nächstes erblickten die Deutschen Club Charts DCC in den 90ern? das Licht der Welt, zunächst noch Deutsche Soul Charts DSC genannt (Soul = die Mutter aller Tanzmusik). Die Deutschen Urban Charts DUC, erstmals 2001? als Deutsche Black Charts DBC veröffentlicht und Ausdruck einer damals neuen, explodierenden Jugendkultur, wurden erst im November 2015 ‚political correct‘ umbenannt. Die Indie Disko Top 40 ID40 sind das jüngste Mitglied der Charts-Familie unter dem Markendach Deutsche Trend Charts und wurde 2011? ins Leben gerufen.

Die DDC bestehen aus 60 Chartstiteln und zusätzlich 15 ‘Bullets’ (Warteplätze), die anderen drei TRENDCHARTS aus 40 Chartstiteln und 10 Bullets. Über die einmalige Platzierung in den Bullets ist ein Chartseinstieg eines Titels überhaupt erst möglich. Ein Titel darf sich maximal zehn Wochen in den Charts platzieren, danach wird er durch das Chartbereinigungssystem als ‚Drop Out‘ archiviert, damit für neue Strömungen und Tracks ausreichend und rechtzeitig die Möglichkeit besteht, sich in den Charts abzubilden.

Darüber hinaus informieren die persönlichen ‘High 5’ eines bekannten DJs und seine ‚Top Playlist‘ mit 10 Tracks über neue Titel und geben dem DJ ein öffentliches Profil. Mit den ID40 wird ein ‚Album der Woche‘ publiziert, das die Redaktion der ID40 auswählt.

Die TRENDCHARTS werden am Freitag einer jeden Woche veröffentlicht. Sie erreichen die Allgemeinheit über Medien, u.a. auf dem Trendcharts-Portal ‘www.trendcharts.de’, darüber hinaus in Kooperation mit Medienpartnern im TV, Radio, Print und Internet. Zudem wird ein Abonnement-Service angeboten, über den die Charts schon am Montag einer Chartswoche bezogen werden können, so dass Firmen und Künstler die Platzierung ‚ihrer’ Titel inhaltlich und verkaufspolitisch nutzen können. Abonnenten werden mit zusätzlichen, exklusiven Informationen zu den Charts versorgt.

Detailbeschreibung des Ermittlungssystems der Trendcharts

Jeder DJ aus einem Charts-Panel hat wöchentlich die Aufgabe, vorhandene Musiktitel (aus Eigenerwerb oder Bemusterung) in seinem Club / seiner Diskothek durch Einsätze zu testen, mit Hilfe seines Publikums und der entsprechenden Resonanz zu beurteilen und so 15 aktuelle und neue Titel in eine erfolgsrelationale Reihenfolge zu bringen. Diese Top 15 notiert er wöchentlich in seinem individuellen Account im Trendcharts Online-Voting-Portal. Dies soll stets unabhängig von Wünschen und vom Drängen seitens der Musikbranche geschehen.

Jede dieser 15 Tipp-Positionen wird in eine Datenbank übertragen, in der die Punkte-Berechnung und -Reihung stattfindet zur Ermittlung der Positionen von Musiktiteln in den jeweiligen Trendcharts. Die vorhandene Datenbank-Software wurde hierfür von Fachleuten optimiert. Dabei wird folgender Bepunkttngsschlüssel verwendet:

Position 01 = 20 Punkte (Maximalpunktzahl)
Position 02 = 19 Punkte (95 % der Maximalpunktzahl)
Position 03 = 18 Punkte (90 % der Maximalpunktzahl)
usw.
Position 10 = 11 Punkte (55 % der Maximalpunktzahl)
usw.
Position 15 = 6 Punkte (30 % der Maximalpunktzahl)

Diese Punkteverteilung pro Position hat zur Folge, dass nicht nur wenige z.B. Top 3 Tipps einzelner Panelisten eine hohe Gesamtchart-Platzierung eines Titels hervorrufen können, sondern dies nur durch eine zusätzliche Breitenerwähnung eines Titels im Gesamtpanel möglich ist.

In die DDC und DCC fließen Tipps von Trend-Händlern und die genrespezifischen Verkaufs-Charts der Downloadportale ein. Sie unterscheiden sich in der Maßgabe ihrer Zusammensetzung von denen der DJs. Hier soll nicht der Erfolg auf der Tanzfläche der Maßstab sein, sondern das Verkaufsvolumen. In ihrer Wertigkeit sind die Händlertipps den DJ-Tipps gleichgestellt und unterliegen der gleichen Bepunktung.

Der Charts-Redakteur sorgt für eine wöchentliche Qualitäts- und Quantitätskontrolle der einzelnen Tipps und der DJs oder Händler. Weitere Aufgabe eines Redakteurs ist die ständige Aktualisierung des Tipper Panels (zwischen 2 – 300 Mitglieder je TRENDCHARTS). Dabei wird auf die ausgewogene Präsenz der Nielsen-Gebiete mit Übergewicht urbaner Regionen ebenso geachtet wie auf die Ausgewogenheit von Club- und Großraumdiskotheken-DJs als auch darauf, dass die Zusammenstellung des Panels alle marktrelevanten Musikströmungen einer jeden Chartswelt zulässt.

Bullets / Chartsqualifikation

Die Qualifizierung eines Titels für die Charts erfolgt über die Platzierung in den Bullets (Warteposition), wobei sich die zehn Titel (in den DDC 15) in den Bullets platzieren, die die höchste Wochenpunktzahl erreichen und bis dahin noch nicht für die Charts qualifiziert sind. Erst danach ist der Einstieg eines Titels in die Charts möglich. Maximal zwei Verweilwochen in den Bullets sind möglich, fällt ein Titel aus den Bullets heraus, kann er später mit entsprechend ausreichender Wochenpunktzahl dennoch charten, ohne noch einmal auf den Bullets erscheinen zu müssen.

Drop Out

Ein Drop-Out, also die Bereinigung eines Titels aus den Charts, erfolgt nach maximal 10 Wochen Laufzeit bzw. Präsenz in den Trendcharts. Danach gibt es keine Möglichkeit eines Wiedereinstiegs mehr.

Angabe von Veröffentlichungsformaten, Mixes und Remixes

Die Darstellung von Musiktiteln in den Rangfolgen der Trendcharts findet nicht Track-basiert statt, sondern orientiert sich an ihren Veröffentlichungsformaten. Dabei hat der jeweilige Redakteur einer Trendcharts das Letztentscheidungsrecht darüber, ob er einzelne Musiktitel-Tipps von DJs oder Tipps eines bestimmten Mixes eines Titels oder eines Remixes individuell darstellt, oder ob er die Tipps einzelner Versionen eines Songs, die als Bundle wie z.B. als eine EP im Markt veröffentlicht sind, auf eben dieses Bundle-Format kumuliert und in den TRENDCHARTS darstellt. Der Redakteur sucht bei seiner Entscheidung das Einvernehmen mit den Labels und den Musik-Communities.

Die Entscheidung, ob durch Veröffentlichung von Remixes ein eigenständiges Remix-Veröffentlichungsformat vorliegt, das sich dann auch zusätzlich zu der Originalveröffentlichung in den Trendcharts platzieren kann, obliegt ebenfalls dem Charts-Redakteur. Hierbei ist u.a. der zeitliche Abstand zur Veröffentlichung des Original-Musiktitels von Bedeutung, ebenso die Darstellung einer Remix-Veröffentlichung auf dem Cover.

Es spielt keine Rolle, ob eine Veröffentlichung eines Musiktitels als Download, Stream, Vinyl oder CD stattfindet, der Erwerb dieser Veröffentlichung „for free“ oder nur gegen Bezahlung möglich ist, oder ob gar nur Promos, Weißmuster oder Soundcloud-Streams des Titels gestreut wurden: Ist ein Titel öffentlich gemacht worden und wird er von DJs getippt, kann er sich auch in den Trendcharts platzieren.

Labelangaben

Prinzipiell gilt, dass als erste Angabe jenes Label genannt werden soll, welches diesen Titel ursprünglich veröffentlicht hat. Dies kann ein inländisches oder ausländisches Label sein. Danach schließt sich die Angabe der Labelmarke an, unter der dieser Titel im deutschen Markt veröffentlicht wird, wenn es eine Inlands-Veröffentlichung gibt, oder bei Veröffentlichungen ausländischer Firmen im deutschen Markt die Angabe des Labels, welches den Titel zum Zeitpunkt des Charteinstiegs aktuell lizensiert und dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt hat. Die ‚operating‘ oder auch ‚Vermarktungs-Company‘, die einen Titel aktiv im deutschen Markt vermarktet, wird ebenfalls genannt wie auch der Konzern oder die Dachfirma, zu der diese gehört. Schließlich werden bei jedem Titel die Vertriebe genannt, die das entsprechende Repertoire in den Handel bringen: Bei den ID40 und den DUC prioritär der CD- und ergänzend der Digitalvertrieb, bei den DDC und DCC prioritär der Digital und/oder Vinylvertrieb.

Wird ein Titel für die Charts ausschließlich auf Basis eines in Umlauf gebrachten Promotion-Tonträgers getippt und ist eine Veröffentlichungsplanung dieser Single über eine deutsche Firma (noch) nicht erkennbar, wird sie unter ‚Label’ als ‚Promo‘ bezeichnet.

Wird eine nicht legale Veröffentlichung, z.B. ein Bootleg- oder Mash-Up-Titel, ausreichend für die Charts getippt, kann sich diese in den TRENDCHARTS platzieren und wird unter ‚Label‘ als ‚White‘ bezeichnet. Ebenso als ‚White‘ werden Titel benannt, die als sogenanntes ‚Weißmuster‘ kursieren und keinem Label zugeordnet werden können.

Redaktionsschluss

Redaktionsschluss für die Tipp-Abgabe für die TRENDCHARTS ist jeweils Freitags, 12.00 Uhr. Später eingehende Tipps werden für die nächste Woche verwertet. Will ein Panelist seinen im Online-Voting-Portal abgespeicherten Wochen-Tipp aktualisieren, ist das innerhalb einer Wochen-Tipp-Periode unbegrenzt oft möglich. In die TRENDCHARTS einer Woche fließt der letzte Tipp ein, der innerhalb der Wochen-Tipp-Periode abgegeben wurde.

Brancheninternes Erscheinungsdatum aller TRENDCHARTS ist der dem Redaktionsschluss am Freitag folgende Montag. Für die breite Öffentlichkeit gilt als Veröffentlichungsdatum der dem Montag folgende Freitag, ab dem die dann jeweils aktuellen Charts über www.trendcharts.de und viele Partnermedien kommuniziert werden. Die brancheninterne Vorveröffentlichung der TRENDCHARTS erlaubt Musikfirmen und Künstlern, schon ab dann die Platzierung ‚ihrer’ Titel inhaltlich und verkaufspolitisch zu nutzen bzw. dies vorzubereiten. Medienpartnern werden die TRENDCHARTS jeweils Mittwochs intern vorab zur Verfügung gestellt, so dass sie die Freitägliche Publizierung der TRENDCHARTS vorbereiten können.

Kontrolle unlauterer Wettbewerb

Im Hinblick darauf, dass durch das von DEUTSCHE TREND CHARTS angewandte Verfahren die richtige Platzziffer eines bestimmten Titels im Rahmen einer Chart-Statistik ermittelt werden soll, ist es unlauterer Wettbewerb im Sinne von § 1 und § 4 des UWG, wenn ein Tonträgerhersteller oder sein Lizenznehmer oder sein Lizenzgeber selbst oder von einem Angestellten oder Beauftragten einen an DEUTSCHE TREND CHARTS meldenden DJ oder dessen Mitarbeiter durch Ankündigung oder Gewährung eines geschäftlichen oder privaten Vorteils zur Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Titel bei der Meldung beeinflusst oder zu beeinflussen versucht. Verstöße dieser Art gegen den ordentlichen Wettbewerb sind mit dem Ausschluss des Titels aus den jeweiligen Charts belegt, der durch unlauteren Wettbewerb bevorzugt wurde oder werden sollte. belegt. Die Entscheidung, wann ein solcher Verstoß vorliegt, liegt allein im freien Ermessen der Redakteure der TRENDCHARTS.